Wieviel füttern?

Wieviel BARF muss ich meinem Hund füttern??

Und wie errechne ich die Menge??

Allgemeine Berechnung der BARF – Tagesmenge für einen Hund

 

Welpen und Junghunden:

4-6% vom Körpergewicht = Tagesmenge (kommt halt ganz auf die Aktivität des Welpen an)

  • Welpe 2 – 6 Monate alt  –  5-6% vom Körpergewicht
  • Junghund 7 -9 Monate alt –  4-5% vom Körpergewicht
  • Junghund 10 – 13 Monate alt –  3-4% vom Körpergewicht

( bei kleinen Rassen evtl. etwas weniger)

Ganz wichtig ist der Calciumbedarf im Wachstum:
ca. 100mg Calcium/kg Körpergewicht für den Knochenaufbau
ca. bis zu 200mg Calcium/kg Körpergewicht im Zahnwechsel

Calciumzufuhr kann entweder durch Fütterung von Hühnerhälse o.ä. gedecket werden, oder man füttert Calciumpräperate wie Eierschalenpulver o.ä. ( genaue Rechnung siehe bei Knochen & Knorpel)

Vom Ende des Zahnwechsels bis zu einem Alter von ca. 1 Jahr wird dann die Menge für den erwachsenen Hund gefüttert. Bei sehr großen Hunden, deren Wachstumsphase sich länger hinauszieht, ist die Menge für den erwachsenen Hund dementsprechend später zu füttern.

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Futtermenge am Tag für ausgewachsene Hunde:

2 % vom Körpergewicht – Hund muss abnehmen oder sein Gewicht halten

2,5 % vom Körpergewicht  – bei Idealgewicht

3 -4 % vom Körpergewicht – sehr aktiv oder muss zunehmen

Calciumbedarf: 50 – 80mg Calcium pro kg Körpergewicht pro Tag (Berechnung siehe hier)

 

Diese Berechnung ist nur eine Richtlinie. Zu beachten sind dabei immer Gewicht, Alter und Aktivität des Hundes.

Merkt man, dass der Hund zu wenig auf den Rippen hat, füttert man etwas mehr und umgekehrt, wenn der Hund zu viel an Gewicht hat, füttert man etwas weniger usw. Bei Untergewicht ist auch zu empfehlen den Fettanteil der Mahlzeit zu erhöhen oder gekochte Kohlenhydrate dazu zu füttern.

Der Vorteil beim BARF ist, dass Fütterung individuell an jeden Hund angepasst werden kann.

 

Tagesfuttermenge = 100%

davon sind 70 – 80% Tierisches
also 100% Fleischanteil nochmal unterteilt in = 60% Muskelfleisch – 20% Pansen/Blättermagen – 10% Innereien – 10% RFK

Wenn keine Knochen gefüttert werden, steigt der Muskelfleisch-Anteil.

und 20-30% Pflanzliches

also 100% pflanzlicher Anteil unterteilt in 80% Gemüse und 20% Obst ggf. auch Getreide oder Kohlenhydrate (max. 40%)

 

Öl braucht der Hund circa 0,3g pro kg Körpergewicht täglich, um seinen Bedarf an essentiellen Fettsäuren zu decken. ( 1 TL sind ca. 3-4g und ein 1 EL ca. 10-12g Öl)

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Das wäre zum Beispiel bei einem Verhältnis von 70% zu 30% für einen 20kg Hund bei 2,5% des Körpergewichtes zusammen gefasst;

195 g Muskelfleisch

+ 70g Pansen/Blättermagen

+ 35g Innereien

+ RFK nach Calciumbedarf (Richtwert 10%)

+ 120g Gemüse

+ 30g Obst

= 500g Tagesfuttermenge + 6g Öl

Die Tagesmenge könnt ihr dann z.B. bei 2 Mahlzeiten pro Tag einfach durch 2 teilen.

Tipp für Anfänger:

Am besten rechnet man sich den Bedarf für eine Woche aus und verteilt dementsprechend die Komponenten auf die Woche und den jeweiligen Mahlzeiten und erstellt sich somit einen Futterplan. Denn Innereien und Knochen muss man nicht jeden Tag füttern, es reicht wenn es die 2-3 mal die Woche gibt. Das selbe gilt für Pansen, man kann ganz einfach 1-2 Pansentage einbauen.
Hier könnt Ihr Euch ein Beispiel eines Futterplanes anschauen.

Zum Schluss wird das Futter nach Bedarf mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmittel ergänzt. Denn ohne diese Nahrungsergänzungsmittel ist es nicht möglich den Bedarf an Mineralien, Spurenelemente und Vitaminen eines Hundes  zu decken.

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Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr Euch gerne an mich wenden.

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