Nierensteine Hund: Das solltest du wissen!

Hatte auch dein Hund schon unter Nierensteinen zu leiden? Oder befürchtest du, bei deiner Fellnase Symptome von Nierensteinen zu erkennen?

Es ist nicht selten, dass bei Hunden Nierensteine vorhanden sind. In vielen Fällen ist keine Behandlung notwendig, wird der Stein allerdings zu groß, können ernsthafte Probleme entstehen.

Aus diesem Grund sollte man als Hundebesitzer über die Gefahr der Nierensteine sowie deren Symptome und gängigen Behandlungsmethoden Bescheid wissen. Außerdem zeigen wir dir hier, welche Ursachen zur Bildung von Nierensteinen führen können. Schließlich möchtest du deinem vierbeinigen Liebling sicherlich unnötige Schmerzen möglichst ersparen.

Wissenswertes zu Nierensteine beim Hund

Bei Nierensteinen handelt es sich, wie der Name schon sagt, um steinartige Ablagerungen, welche sich in der Niere befinden und auch dort gebildet werden. Sie bestehen größtenteils aus sehr stark konzentriertem Urin. Fachsprachlich werden vorhandene Nierensteine als Nephrolithiasis bezeichnet.

Steine können nicht nur in den Nieren des Hundes vorkommen, sondern auch in anderen Bereichen seines Körpers. Nierensteine gehören genauso wie Blasensteine und Harnleitersteine zu der Obergruppe der Harnsteine, auch Urolithiasis beziehungsweise Urolithen genannt.

Meistens befinden sich die Harnsteine beim Hund in der Harnblase oder aber in den unteren Harnwegen und werden dann als Blasensteine bezeichnet. Harnsteine, welche sich in den Nieren befinden, werden Nierensteine genannt. Kleine oder mittelgroße Nierensteine können aber auch von der Niere weiter in Richtung Blase wandern. Dabei besteht die Gefahr, dass sie in den Harnleitern eingeklemmt werden. Dies führt häufig zu Blut im Urin wie auch zu schweren Kolikanfällen.

Bei den Harnsteinen handelt es sich um Kristalle, welche sich im Urin des Hundes befinden. Diese Kristalle beziehungsweise Steine können sich aus den verschiedensten Stoffen bilden, welche über den Harn ausgeschieden werden. Je nachdem, aus welchen Bestandteilen der Harnstein besteht, lautet auch die genaue Bezeichnung. Beispiele hierfür sind Struvitsteine, Uratsteine, Kalziumoxalatsteine, Cystinsteine und Silikatsteine.

 

Was sind die Ursachen für Nierensteine beim Hund?

Verschiedenste Ursachen können dazu führen, dass sich Steine in den Nieren deines Vierbeiners bilden.

Zuerst einmal muss man zwischen verschiedenen Arten von Nierensteinen unterscheiden. So gibt es metabolische Nierensteine, sowie solche, deren Ursache Harnstörungen oder Blut sind. Außerdem können Nierensteine beim Hund aufgrund von Infektionen auftreten.

Häufig führt eine zu hohe Konzentration an Mineralsalz oder anderen Mineralstoffen im Urin zur Bildung von Nierensteinen. Doch woher kommt diese hohe Konzentration an Mineralstoffen? Häufig ist das Hundefutter übermineralisiert, vor allem mit Kalzium und Magnesium. Zudem kann die Einnahme von Medikamenten sowie eine Veränderung vom pH-Wert des Harns zur Entstehung von Nierensteinen führen.

Nierensteine treten öfter bei Hündinnen als bei Rüden auf. Außerdem sind einige Hunderassen anfälliger für die Entstehung von Nierensteinen als andere Rassen. Zu diesen stark gefährdeten Hunderassen gehören der Shih Tzu, der Yorkshire Terrier, der Basset, der Dackel, der Chihuahua sowie der Zwergschnauzer, bei welchen Steine aus Cystin besonders häufig vorkommen.
Bei Bulldoggen werden häufig Cystinsteine wie auch Uratsteine diagnostiziert, während Uratsteine besonders häufig Dalmatiner betreffen. Bei besonders anfälligen Hunden können sich auch mehrmals Nierensteine bilden, obwohl man als Hundehalter stark auf die Einhaltung vorbeugender Maßnahmen achtet.

Doch nicht nur Krankheiten wie Niereninfektionen, Harnwegsinfekte, Lebererkrankungen oder häufige Blasenentzündungen beziehungsweise genetische Veranlagung der jeweiligen Hunderasse kann zur Bildung von einem Nierenstein beim Hund führen. Denn auch die falsche Lebensweise des Vierbeiners kann die Bildung von Steinen begünstigen.

Dazu gehört die falsche Ernährung und eine zu geringe Aufnahme von Flüssigkeit. Doch auch Übergewicht und ein Mangel an Bewegung kann zur Bildung von Nierensteinen führen. Falls dein Hund nicht oft genug die Möglichkeit hat, Harn abzusetzen, kann auch dies die Bildung von Harnsteinen zur Folge haben.

Dies zeigt die Wichtigkeit, die Nierensteine nicht nur zu behandeln, sondern gleichzeitig auch nach der Ursache zu forschen. Denn es nützt nichts, wenn die Nierensteine erfolgreich entfernt wurden, und sich beispielsweise aufgrund von der falschen Hundeernährung nach kurzer Zeit schon wieder neue Steine bilden.

Die Ernährung des Hundes

Doch wie weiß man nun als Hundehalter, was die falsche Ernährung ist? Du achtest penibel darauf, dass dein Vierbeiner nichts vom Tisch zu naschen bekommt und nur sein Hundefutter frisst? Das ist schon mal ein guter Anfang, sagt allerdings leider noch nichts darüber aus, ob die Ernährung deines Hundes optimal ist.

Leider gehen noch immer viele Hundebesitzer davon aus, dass Futtermittel für Hunde ausschließlich die Bestandteile enthalten, welche gut für Hunde und förderlich für ihre Gesundheit sind. Dem ist allerdings leider nicht so – ganz egal, ob es sich dabei um Nassfutter oder um Trockenfutter handelt.

Denn häufig werden im Hundefutter unnötige Füllstoffe wie beispielsweise Tier- und Pflanzenabfälle wie auch Getreide verarbeitet, welche schlimmstenfalls schädlich für die Fellnase sein können. Auch Geschmacksverstärker, Zucker oder Zuckerersatzstoffe haben in Hundefutter nichts zu suchen, befinden sich aber leider sehr häufig darin.

Die falsche Ernährung kann zur Folge haben, dass sich der pH-Wert des Urins deiner Fellnase verändert. Dies wiederum kann, in Kombination mit anderen Faktoren, die Bildung von Nierensteinen beim Hund auslösen.

Einige häufige Inhaltsstoffe von Hundefutter stehen im Verdacht, zu Nierenerkrankungen beim Hund zu führen. Aus diesem Grund solltest du beim Kauf von Futter für deinen Liebling stets einen genauen Blick auf die Inhaltsliste werfen. Zuallererst sollte Fleisch auf der Liste stehen. Denn dieses liefert, genauso wie Innereien, hochwertiges Eiweiß, welches sehr wichtig für den Hundekörper ist. Genauso dürfen Gemüse und hochwertige Öle oder Fette im Hundefutter nicht fehlen.

Immer mehr Hundehalter entscheiden sich aufgrund des häufig minderwertigen Hundefutters gegen diese Fütterung und stellen auf die Rohfleischfütterung, auch Barfen genannt, um. Da man hier das Essen für seinen vierbeinigen Liebling selbst zusammenstellt, kann man sicher sein, dass der Vierbeiner ausschließlich hochwertige Zutaten zu fressen erhält. Möchtest du mehr darüber erfahren? Hier erhältst du ausführliche Infos rund um das Thema Barfen von Hunden.

Liegt bei deinem Hund eine Niereninsuffizienz vor beziehungsweise leidet er unter einer erhöhten Bildung von Harnsäure, sollte zudem purinarmes Futter verfüttert werden.

Beachte auch, dass in hochwertigem Hundefutter bereits alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind. Darum solltest du keinesfalls den Fehler begehen, hochdosierte Mineralstoffpräparate zu verfüttern in dem Glauben, dem Hund damit etwas Gutes zu tun. In den meisten Fällen bewirkt eine Überversorgung an Mineralstoffen nämlich das genaue Gegenteil.

Was sind die Gefahren von Nierensteine für den Hund?

Große Nierensteine können dazu führen, dass die Niere stark anschwillt und schlimmstenfalls sogar beschädigt wird. Vor allem dann, wenn beide Nieren von Nierensteinen betroffen sind, können daraus schwerwiegende Folgen resultieren.

Sind beide Nieren durch die Nierensteine blockiert, dann ist der Harnfluss stark gestört. Dies hat zur Folge, dass der Vierbeiner ernsthaft erkrankt. Kommt es zu einer Harnwegobstruktion, kann es unbehandelt zu einem Nierenversagen kommen und somit lebensgefährlich für den Hund werden.

Was sind die Nierensteine-Hund-Symptom?

Sind lediglich kleine Nierensteine vorhanden, kann es sein, dass der Vierbeiner keinerlei Symptome zeigt. Dies bedeutet, dass Hunde bei kleinen Steinen in den Nieren in der Regel auch keine Schmerzen verspüren.

Anders verhält es sich allerdings, wenn der Nierenstein sehr groß geworden ist. Auch ist es möglich, dass kleine Stücke vom Nierenstein abbrechen, welche sich daraufhin im Harnleiter des Hundes festsetzen. In diesem Fall spricht man dann von einem Harnleiterstein.

Große Nierensteine wie auch Harnleitersteine sind meistens sehr schmerzhaft für den Vierbeiner, weshalb hier ein baldiger Besuch beim Tierarzt dringend notwendig ist. Denn Nierensteine können zu Nierenkoliken führen. Diese äußern sich meist durch Symptome wie Erbrechen und starke Bauchschmerzen – vor allem der Unterleib ist dann von den Schmerzen betroffen.

Grundsätzlich können folgende Symptome auf Nierensteine beim Hund hindeuten:

      • Probleme oder Schmerzen beim Wasserlassen
      • Häufiger Urinverlust (Inkontinenz oder Harnträufeln)
      • Erhöhte oder verringerte Urinproduktion
      • Harnabsatz dauert länger als normalerweise
      • Immer wiederkehrende Harnwegsinfekte
      • Häufiger Harndrang
      • Hund setzt häufig an zum Harnlassen, dann kommen aber nur sehr langsam sehr geringe Mengen an Urin
      • Gewichtsabnahme
      • Blut im Urin
      • Lethargie
      • Appetitlosigkeit
      • Fieber
      • Nierenschmerzen beziehungsweise schmerzender Bauch
      • Vermehrtes Trinken
      • Erbrechen
      • Energiemangel

Bemerkst du, dass dein Vierbeiner schon eine Weile keinen Harn mehr abgesetzt hat? Dann solltest du vorsichtig die Blase abtasten. Bereitet dies dem Hund starke Schmerzen, solltest du sofort mit ihm zum Tierarzt fahren, da es sich dabei um einen Notfall handelt, welcher lebensbedrohlich für die Fellnase ist. Denn nun haben die Harnsteine die Harnwege vollständig verschlossen, weshalb kein Urin mehr aus der Blase abgegeben werden kann.

Selbstverständlich solltest du es aber gar nicht erst zu einem derartigen lebensbedrohlichen Notfall kommen lassen. Darum ist es wichtig, dass du, sobald du aufgelistete Symptome bei deiner Fellnase feststellst, deinen Liebling zu eurem Tierarzt bringst. Denn je früher Nierensteine oder andere Harnsteine entdeckt werden, desto besser.

Zudem können einige der Symptome auch auf eine Blasenentzündung hinweisen, welche ebenfalls möglichst früh behandelt werden sollte, da sie sehr schmerzhaft für deinen Vierbeiner sein kann.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose Nierensteine Hund?

Doch wenn Hunde in vielen Fällen bei Nierensteinen gar keine Symptome zeigen, wie soll man dann feststellen, ob der Hund unter Nierensteinen leidet? In vielen Fällen sind die Nierensteine ein zufälliger Befund. 

Dies ist dann der Fall, wenn der Tierarzt Röntgenaufnahmen oder einen Ultraschall vom Bauch der Fellnase anfertigt, beispielsweise, weil du den Verdacht hegst, dass dein vierbeiniger Liebling etwas Wertvolles verschluckt hat. Auf diesen Aufnahmen sind vorhandene Nierensteine meist deutlich zu erkennen.

Bei Nierensteinen, welche auf Röntgenaufnahmen sichtbar werden, handelt es sich vor allem um Oxalatsteine wie auch Struvitsteine. Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, dass kleine Steine unentdeckt bleiben. Denn durch das, was sich im Hundebauch befindet, können die kleinen Steine möglicherweise verdeckt werden. 

Bei Dalmatinern treten vor allem Uratsteine auf. Diese Steine aus Urat gehören zu den Nierensteinen, welche kein durchgängiges Bild zeigen, weshalb einfache Röntgenbilder in dem Fall meist zur eindeutigen Diagnose nicht ausreichend sind. 

Kann der Tierarzt durch die Röntgenaufnahmen nicht eindeutig erkennen, um welche Art von Nierensteinen es sich handelt, ist es meist notwendig, dass er einige Tests durchführt. So kann er nicht nur zweifelsfrei feststellen, um welche Nierensteine es sich handelt, sondern erfährt zudem, welche Auswirkungen die Nierensteine auf die Gesundheit des Vierbeiners haben können. Dadurch kann er sich für die für deinen Vierbeiner richtige und wirksamste Behandlungsmethode entscheiden. 

Im Folgenden findest du mögliche Tests, welche der Tierarzt durchführen kann, wenn Nierensteine vermutet werden oder aber schon diagnostiziert wurden:

  • Röntgenaufnahmen des Unterleibs. Dabei kann nicht nur die Form und Größe der Nieren untersucht werden, sondern auch viele Nierensteine werden in den Röntgenaufnahmen sichtbar. Auch andere Harnsteine kann man auf diesem Weg erkennen. 
  • Ultraschalluntersuchung des Unterleibs. Dadurch kann der Tierarzt die genaue Position der Nierensteine feststellen. Zudem gibt es Harnsteine, welche besser bei Röntgenaufnahmen zu sehen sind, und andere, die man besser beim Ultraschall erkennen kann. Darum empfiehlt sich in vielen Fällen, beim Verdacht auf Harnsteine beide Verfahren anzuwenden. 
  • Analyse des Urins. Durch die Analyse der Urinqualität kann festgestellt werden, ob eine Erkrankung der Niere vorliegt. Rote oder weiße Blutkörperchen können einen Hinweis auf eine bakterielle Infektion geben. Finden sich hingegen Kristalle im Urin, hilft auch dies dem Tierarzt, sich auf eine bestimmte Art von Nierensteinen festzulegen. 
  • Steinanalyse im Labor. Neben einem Urinsediment, bei welchem der Tierarzt Anhaltspunkte dazu sammeln kann, welche Steinart vorliegt, ist es meist notwendig, zusätzlich im Labor eine Steinanalyse durchführen zu lassen. Denn nur so ist es möglich, zweifelsfrei zu klären, an welcher Art von Harnsteinen der Vierbeiner leidet. Und dies ist nun mal unverzichtbar für den Behandlungserfolg. 
  • Identifizierung der Infektion mithilfe einer Urinkultur. Dies hilft im Falle einer bakteriellen Infektion dabei, das am besten geeignete Antibiotika zu finden. 
  • Anfertigung einer Blutchemie mit Elektrolyten. Dabei werden die Nieren überprüft, was zeigt, ob Risikofaktoren für die Bildung von Nierensteinen vorhanden sind und ob eine Erkrankung der Niere vorliegt. 
  • Anfertigung einer Kontrastradiographie. Dabei handelt es sich um Farbstoffstudien. Diese Studien können hilfreich sein, um eine Blockierung durch Nierensteine zweifelsfrei zu bestätigen. Außerdem helfen die Farbstoffstudien dabei zu zeigen, was der Beitrag der Nieren bei der Produktion von Urin ist. 

Was sind die Behandlungsmethoden bei Nierensteinen?

Je nach Art der Nierensteine, welche der Tierarzt in der Niere deines Vierbeiners findet, gestaltet sich auch die Behandlung. 

Liegt eine bakterielle Entzündung vor, bilden sich häufig Nierensteine, welche aus Kalziumoxalat oder Struvit bestehen. Auch die Bildung von Karbonatsteinen ist dann möglich. 

Uratsteine treten häufig auf, wenn der Vierbeiner an Gicht leidet. Dabei können die Nierensteine schlimmstenfalls so groß werden, dass sie das gesamte Nierenbecken ausfüllen. 

Liegen derartige Erkrankungen den Nierensteinen zugrunde, dann ist es selbsterklärend, dass auch die jeweilige Erkrankung behandelt werden muss. Nur so kann der Vierbeiner langfristig frei von Nierensteinen sein. 

Medikamentöse Behandlung

Viele Nierensteine lassen sich recht unkompliziert auflösen. Dazu verordnet der Tierarzt eine Behandlung mit Antibiotika in Kombination mit einer strengen Diät wie auch der Aufnahme von reichlich Wasser. 

Dieser Prozess des Auflösens kann allerdings, je nach Größe der Nierensteine, mehrere Monate dauern. Allerdings verbessern sich die Beschwerden in vielen Fällen bereits nach recht kurzer Zeit, sobald die Nierensteine etwas kleiner geworden sind.

Chirurgische Behandlung

Wurden Oxalatsteine in der Niere deines vierbeinigen Lieblings diagnostiziert, dann gestaltet sich die Behandlung unter Umständen recht schwer. Denn diese Art der Nierensteine kann man nicht einfach auflösen. 

In solchen Fällen hilft dann nur noch eine Operation des Vierbeiners. Das Risiko einer Operation der Nierensteine ist allerdings, dass die Niere dauerhaft geschädigt wird. Hinzu kommen weitere Risiken, welche mit OPs einhergehen, wie auch die Schmerzen und der Stress für den Vierbeiner. Zudem können die Kosten für eine Operation der Nierensteine schnell im vierstelligen Bereich liegen. 

Bei Blasensteinen ist es teilweise möglich, sie auszuspülen. Dazu muss ein Katheter in die Blase gelegt werden, womit kleine Steine nun einfach ausgespült werden können. 

Alternativen zur OP

Aufgrund der Risiken und Kosten von Operationen haben sich mittlerweile auch alternative Verfahren etabliert. So verfügen Veterinärurologen über spezielle Techniken, mittels derer die Nierensteine in kleinere Stücke zerbrochen werden können. 

Dadurch besteht die Möglichkeit, dass sie ganz einfach mit dem Urin aus dem Körper geschwemmt werden können. Selbst wenn die Nierensteine bereits relativ groß sind, ist es unter Umständen möglich, sie mithilfe von Spezialwerkzeugen und Endoskopen von innen her aufzubrechen. 

Ernährungsumstellung

Wie bereits erklärt, kann auch die falsche Ernährung dazu beitragen, dass Nierensteine entstehen. Im Umkehrschluss kann eine Ernährungsumstellung bei der Behandlung von Nierensteinen helfen. Dazu ist es wichtig, dass Substanzen, welche harnsteinbildend wirken, nur in geringem Maße aufgenommen werden sollten. 

Neben dem genauen Blick auf die Inhaltsstoffe vom Hundefutter ist zudem auch eine ausreichende Wasseraufnahme des Vierbeiners von großer Wichtigkeit. Um auch bei Hunden, welche nur wenig trinken, eine zufriedenstellende Flüssigkeitszufuhr zu erreichen, empfiehlt sich, auf die Verfütterung von Trockenfutter zu verzichten und stattdessen auf Nassfutter zurückzugreifen. 

Dies ist vor allem bei Hunden, welche bereits unter Nierensteinen leiden, zu empfehlen. In dem Fall ist es zudem unter Umständen ratsam, die Barf Ration beziehungsweise das Nassfutter noch zusätzlich mit Wasser anzureichern. Wenn auch dein Vierbeiner zu den eher schlechten Trinkern zählt, dann solltest du dies in Betracht ziehen. 

Je nachdem, welche Steinart diagnostiziert wurde, wird dir der Tierarzt auch andere Hinweise dazu geben, was du bei der Ernährung deines Hundes beachten solltest. 

Leidet deine Fellnase beispielsweise an Struvitsteinen, dann sollte die Zufuhr von Phosphor und Magnesium verringert werden. Auch eine etwas verringerte Eiweißzufuhr kann dann notwendig sein. Zudem sollte auf die Verfütterung von Getreide verzichtet werden, da dieses Auswirkungen auf den pH-Wert haben kann. 

Cystinsteine treten in den meisten Fällen bei männlichen Tieren auf. Rassen wie die Bulldogge, der Dackel, der Basset, der Neufundländer und der Yorkshire Terrier sind besonders anfällig für diese Art der Steinbildung. Aufgrund dieser genetischen Disposition kann man bei vorhandenen Cystinsteinen nicht viel mit einer Ernährungsumstellung erreichen. Wichtig ist hierbei aber, wie bei allen Steinen, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. 

Bei Kalziumoxalatsteinen sollte die Versorgung mit Vitamin C und D wie auch Kalzium verringert werden. Dem Futter sollte keine oxalsäurereiche Nahrung beigemischt werden, wie zum Beispiel Mandeln, Mangold und rote Beete. Eiweiß sollte nur bis zum tatsächlichen Bedarf des Hundes verfüttert werden, und auch dann nur aus hochwertigen Quellen. 

Weil Uratsteine durch eine zu hohe Menge an Harnsäure entstehen, kann eine purinarme Diät dagegen helfen. Dennoch ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Hund eine ausreichende Menge an Eiweiß aufnimmt. Dabei gilt es, vor allem Milch- und Eiprodukte als Eiweißquellen zu wählen und auf Innereien und Fischarten wie Sardellen und Sardinen zu verzichten. 

Leidet dein Vierbeiner an Silikatsteinen, dann solltest du darauf achten, ihm keine kieselsäurehaltigen Futtermittel zu verfüttern. Dazu gehören zum Beispiel Reisfuttermehl und Sojaschalen. 

Regelmäßige Kontrolle

Wurden nur zufällig Nierensteine, welche keinerlei Beschwerden verursachen, entdeckt, dann entscheidet sich der Tierarzt in vielen Fällen gegen eine Behandlung. Denn ist trotz des Nierensteins ein normaler Urinfluss möglich, dann muss dieser in der Regel nur regelmäßig vom Tierarzt kontrolliert werden. 

Sind die Nierensteine noch sehr klein und können sie auch nicht einfach aufgelöst werden, beispielsweise weil sie aus Oxalat bestehen, gibt es auch Methoden, um das Wachstum der Nierensteine zu verlangsamen. Dein Tierarzt wird dich dazu beraten, welche Medikamente im Fall deines Hundes hilfreich sind. In Kombination dazu hilft meist eine Ernährungsumstellung. 

Doch selbst wenn die Nierensteine als ungefährlich diagnostiziert wurden, weil sie weder eine Blockade oder Infektion verursachen, noch wachsen, müssen sie für den Rest des Lebens deines Vierbeiners regelmäßig überwacht werden. Dazu sind meist Labortests notwendig, in welchen die Urinqualität wie auch die Nierenfunktion überprüft wird. Auch Röntgenbilder, Ultraschall und eine Bildwiederholungsprüfung kann dabei erforderlich sein. Denn nur so kann ausgeschlossen werden, dass die Nierensteine doch noch ernstzunehmende Komplikationen verursachen beziehungsweise plötzlich wieder zu wachsen beginnen. 

Nierensteine können allerdings dazu beitragen, dass eine chronische Nierenerkrankung weiter fortschreitet. Darum gilt es, bei der Wahl der Behandlungsmethode der Nierensteine stets einen genauen Blick auf die Krankheitsgeschichte des Vierbeiners zu werfen. 

 

Wie kann ich bei der Entstehung der Nierensteine vorbeugen?

Der Idealfall ist natürlich, Nierensteine gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn dies schont nicht nur deinen Geldbeutel, sondern noch viel wichtiger: Es erspart deinem vierbeinigen Liebling viele Schmerzen und unangenehme Prozedere beim Tierarzt. 

Allgemein ist es hilfreich, darauf zu achten, dass die Mineralkonzentration verringert wird. Dadurch sinkt das Risiko, dass sich Steine oder Kristalle bilden. 

Außerdem solltest du darauf achten, dass deine Fellnase ausreichend Wasser trinkt. Denn durch die Aufnahme einer möglichst großen Menge an Wasser wird der Urin verdünnt. Dies wiederum führt dazu, dass sich die Menge an Mineralien, welche vorhanden sind, reduziert. Denn eben diese Mineralien sind erforderlich für die Entstehung von einem Nierenstein. 

Zudem ist eine Ernährungsumstellung auf hochwertiges Hundefutter nicht nur hilfreich, wenn man einen Nierenstein wieder loswerden möchte, sondern sie hilft auch bei der Vorbeugung von Nierensteinen. Genauere Infos dazu gibt dir dein Tierarzt. 

In manchen Fällen liegt allerdings ein tiefergehendes Problem beziehungsweise eine Krankheit vor, welche die Nierensteine verursacht. Dann sollte das Hauptaugenmerk selbstverständlich auf der Diagnose und Behandlung dieser Krankheit liegen. Denn ansonsten besteht das Risiko, dass diese Krankheit unbehandelt immer wieder zu Nierensteinen führt, was unnötige Schmerzen für deine Fellnase bedeutet. 

 

Hierbei handelt es sich um einen Gastartikel.
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Von Sanny